Die Produktion der Münchner Kammerspiele „Ekzem Homo“ von und mit Gerhard Polt und den Well-Brüdern aus´m Biermoos ist jetzt auch als Buch erschienen, erhältlich beim Kein & Aber Verlag.
Karl Forster lobt das Buch in der Süddeutschen Zeitung:
„Das Resümee: Ja, es funktioniert. Das Poltsche Projekt von der Bühne zum Buch funktioniert sogar ganz wunderbar. Und das ist erstaunlich aus mehreren Gründen. Zum einen ist das Rezept, nach dem Gerhard Polt & die Well-Brüder ihr in den Münchener Kammerspielen im Februar 2015 uraufgeführtes Stück „Ekzem Homo“ gebastelt haben, schon etwas abgespielt. Nur halt mit einem dezent anderen Personal nach dem Auseinandergehen der Biermösl Blosn. Man denke nur an „Tschurangrati“ oder „Obatzt is“. Zum anderen ist es etwas anderes, Polts Texte und die Lieder der Well-Brüder im Theater live zu erleben als sie in gedruckter Version sich mehr oder weniger selber vorlesen zu müssen. Und zum ganz anderen ist es so, dass Texte, die Gerhard Polt aus Aufsatz, also zum Lesen schreibt, selten jenen bösen Gaudifaktor haben, wie seine gesprochenen, gestolperten, verdrehten, auch wenn vorher jeder Stolperer, jeder Verdreher auf dem Papier aufs Exakteste ausgearbeitet worden ist. …“
Im September hat Stofferl in seiner Sendung den Turmschreiber und Mundartdichter Helmut Eckl zu Gast. Ausgestrahlt wird „Stofferls Wellmusik“ auf BR Heimat am 4.9. um 14.05 Uhr und um 22.05 Uhr.

Foto: BR, Julia Müller
Passauer Neue Presse, Otting, 5.8.2016 (mix)

Otting, Foto: pnp mix
Gerhard Polt und die Brüder Well aus dem Biermoos brachten am Mittwochabend, 3. August, mit ihrem umjubelten Auftritt das Bierzelt in Otting zum Kochen. Die vier auf der Bühne gaben in alt bewährter Manier Spitzfindigkeiten zum Besten und beeindruckten mit ihrer Musik.
Die damalige Biermösl Blosn und Gerhard Polt hatten schon vor Jahren einen Auftritt im Bierzelt in Otting. „Damals hat uns der Sepp Daxenberger hergebracht, wir denken noch oft daran“, erinnerte sich Gerhard Polt. Wie von ihm gewohnt, trat er in verschiedenen Rollen auf, in denen er gesellschaftliche Themen unter die Lupe nahm. Wenn er sein typisches „Iatz pass obacht“ verlauten ließ, wusste man, dass wieder eine besonders verworrene Geschichte mit Hintergrund folgt. So berichtete er unter anderem von der 125-Jahr-Feier einer Freiwilligen Feuerwehr und lobte das Engagement der Jugend bei diesem Fest. Diese hatte nämlich eine „Anti-Drogen-Kampagne“ gestartet und legte dafür extra von jedem Schnaps, der an der Bar verkauft wurde, zehn Cent weg. Stolz verkündete Polt, dass somit an einem Abend über 1000 Euro zusammen kamen, mit denen vor Drogen und Sucht gewarnt werden soll.
Brillant war auch seine Darstellung des Landrates von Miesbach, der so gar nicht verstehen kann, warum man sich darüber aufregt, dass der Imbiss zu seinem runden Geburtstag, den sein Freund der Sparkassenchef finanziert hat, mit 120000 Euro zu teuer sein soll. Unter Freunden dürfe man sich doch mal helfen, oder? Außerdem habe er schließlich, ohne sich selbst loben zu wollen, sehr viel für den Landkreis getan: unzählige Schneekanonen habe er genehmigt und so manches Naturschutzgebiet zur Freude der Unternehmer in Bauland umgewandelt. Das habe ihm viel Ärger mit den „Kaulquappennummerierern“ der Grünen eingebracht. Und keiner danke ihm heute seinen „selbstlosen“ Einsatz. Die ganze rührselige Geschichte erzählt Polt mit einem Glas Champagner in der Hand, den er noch aus der Kiste übrig hat, die ihm der Sparkassenchef schenkte.
Im August waren Gerhard Polt und die Well-Brüder zu Gast beim Kultursommer in Raitenhaslach.
Hier geht es zum Video:
Am Sonntag war Michael zu Gast bei Eins zu Eins – Der Talk auf Bayern 2.
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