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Zum Gedenken an Dieter Hildebrandt

Als wir mit dem Dieter das erste Mal zusammen im Hinterhof-Theater auftraten, waren wir ganz erfürchtig und aufgeregt. Er war ja für uns der liebe Gott des politischen Kabaretts und davor kannten wir ihn nur aus dem Fernsehen. Seine „Notizen aus der Provinz“ war eine der wenigen Sendungen die wir früher als Kinder anschauen durften.Als er uns erzählte, er wohne in einem Vorort von München, waren wir ganz erstaunt. Da war ein Preuße, genauer gesagt ein Schlesier, der so gar nix Preussisches an sich hatte, im Gegenteil: Sein Humor und seine Art waren viel bairischer als bei so manchen Berufsbayern. Und Schafkopfen konnte er auch noch wie ein Gott!

Michael Well und Dieter Hildebrand vor ihrem letzten gemeinsamen Auftritt, Foto: Dionys Asenkerschbaumer

Michael Well und Dieter Hildebrandt vor ihrem letzten gemeinsamen Auftritt, Foto: Dionys Asenkerschbaumer

Aber das Schönste: Er war ein unglaublich lebendiger, ehrlicher und warmherziger Mensch und den zum Freund zu haben, hat unser Leben sehr viel reicher gemacht. Mein Gott, war das immer eine Fetzengaudi und Riesenehre mit dem Dieter aufzutreten, Brotzeit machen, ratschen, frotzeln, von O. M. Graf zu schwärmen, Schafkopfen, Fußball-oder Tennis zu spielen!

Aber in der Ewigkeit gehts ja wieder weiter.

Christoph Well und Dieter Hildebrand vor ihrem letzten gemeinsamen Auftritt, Foto: Dionys Asenkerschbaumer

Christoph Well und Dieter Hildebrandt vor ihrem letzten gemeinsamen Auftritt, Foto: Dionys Asenkerschbaumer

Koa Schmarrn!

Gerhard Polt und Well-Brüder in Brüssel

EUROPEAN NEWS AGENCY

BRÜSSEL, 09.11.2013: Anders als mancher Landes-Politiker schaut der bayerische „Ur“-Kabarettist Gerhard Polt wirklich über Bayern’s Grenzen hinaus. Bei seinem Ausflug nach Brüssel waren die Well-Brüder aus’m Biermoos dabei – zusammen brachten sie dort ins EU-Viertel eine Menge Äktschn und uriges Kabarett mit.

Well-Brüder und Gerhard Polt

Äktschn: Well-Brüder und Gerhard Polt Bild: (c) Gerhard Rippert

Die musikalischen Brüder und der grantelnde Moralist Polt kennen sich gut aus in Belgien – sie waren auch nicht zum ersten Mal hier. Zur Beilegung des ewigen wallonisch-flämischen Konflikts im Königreich wurde im Gstanzl der Einsatz einer UNO-Blauhelmtruppe angeregt und wem es denn gelänge, belgischen Autofahrern vernünftiges Verhalten im Straßenverkehr beizubringen, müsste ein Denkmal gesetzt werden. Kommentiert wurden auch Stoibers Entbürokratisierung und EU-Kommissar Oettingers Englischkenntnisse, dagegen besonders gelobt Belgiens raffinierte Schokoladenherstellung.

Gerhard Polt

Polt am granteln Bild: (c) Gerhard Rippert

Mit Blick auf die bayerische Heimat beschrieb Gerhard Polt Jubiläumsfeste der freiwilligen Feuerwehr als kulturelles Brainstorming, als funktionierende Symbiose zwischen Dorffolklore und Nahrungsmittelindustrie und analysierte jugendlichen Alkoholkonsum als Weg der Drogenprävention. Köstlich seine Parodie auf Ex-Papst Benedikt, der in einem italo-lateinischen Jargon die finanziellen Eskapaden des Luxusbischof aus Limburg als kulturellen Gewinn für die Welt interpretierte. Danach als bekennender Autofahrer (Zitat: „Die Fußgängerei ist gelaufen“) beeindruckte Polt mit einem Hightech-Vokabular wie direkt von einem Autosalon. Klar – für sein neues Fahrzeug sind „Vivaldi 4 Seasons“-Sitze und ein RollOverProtectionSystem absolutes Muss …

Well-Brüder

Stofferl, Karl und Michael Bild: (c) Gerhard Rippert

Virtuos die Well-Brüder an ihren Instrumenten – kräftige Tuba, feine Harfe, Violine, Ziehharmonika, sogar alte Drehleier. Und es geht modern: ein gekonnter Rap-Song „40 Cent“ war fetziger Aufruf an die Brüsseler vor Ort, den Millibauern (übersetzt: Milchbauern) gegen die Großindustrie beizustehen. Das „Haus der Bayerischen Geschichte“ lieferte den Wells eine Menge Stichwörter: Kruzifix, Preis für Wies’n-Maß, Originalabschrift Guttenberg, Stoiber-Merkel, Rauchverbot, Seehofer Ruhmeshalle, Mooshammer und vieles mehr … Zwischendurch machte sich Gerhard Polt nörgelnd Gedanken zu Demokratie, zu Mehr- und Minderheiten und begründete schließlich nachvollziehbar dass ein Maßkrug wegen der Transparenz doch besser aus Glas sein sollte.

Am Schluss gab es Standing Ovation im voll besetzten Saal der Vertretung des Freistaats Bayern in Brüssel – zu Recht für ein kabarettistisches Highlight mit großartigen Künstlern. Dabei machte es nichts, dass mancher Expat im Publikum mit anderer Muttersprache als „das Bayerische“ nicht gleich auf Anhieb jeden Gag verstand. Denn schließlich konnte man nach der Bühnen-Äktschn mit Gerhard Polt und den Well-Brüdern noch lange plaudern.

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Stofferl Wells Bayern

Folge 3 Strawanzen in Nördlingen

Am 15.08.2013 ist es wieder soweit. Das Bayerische Fernsehen überträgt von 19:45 bis 20:15 wieder eine Folge von „Stofferl Wells Bayern“. Dieses Mal ist er in der schwäbischen Stadt Nördlingen unterwegs.

 

Christoph Wells Bayern Motorad

Stofferl Well auf seinem Motorad Richtung Nördlingen

Stofferl Well zeigt Bayern auf seine ganz spezielle Art. In der unterhaltsamen Sendung ist er mit seinem alten Motorrad unterwegs. In der dritten Folge geht es nach Nördlingen ins Donau-Ries. Er ist auf der Suche nach Menschen, die hier leben und Spannendes zu erzählen haben. Dabei lässt er sich leiten von dem, was kommt.

Stofferl Well ist der jüngste der ehemaligen „Biermösl Blosn“ und war mit seinen Brüdern in den vergangenen 30 Jahren in ganz Bayern unterwegs; er kennt das Land wie kaum ein zweiter. Vor allem kennt er die musikalischen Besonderheiten in jeder Ecke des Freistaats.

Moderator-Christoph-Well-in-Noerdlingen_3

Stofferl Well ist diesmal mit seinem alten Motorrad und vielen Instrumenten im Beiwagen unterwegs. Sein Ziel ist die mittelalterliche Stadt Nördlingen im schwäbischen Landkreis Donau-Ries. Der „Daniel“, der 90 Meter hohe Turm der spätgotischen Kirche St.-Georg, ist das Wahrzeichen der Stadt. Noch immer erschallt von hier jeden Abend der nächtliche Ruf des Türmers. Was es damit auf sich hat, lässt sich Stofferl Well genau erklären und spielt dann über den Dächern von Nördlingen ein Ständchen mit der Trompete. Außerdem schaut er auf dem Bauernmarkt vorbei und besucht die Theres, die bekannteste Wirtin der Stadt. Sie ist 84 Jahre alt und schenkt seit 60 Jahren in Nördlingen Bier aus. Für sie spielt der Stofferl auf der „Quetschn“. Später trifft er Reiner und Dietmar Panitz, besser bekannt als „Die Mehlprimeln“. Das wohl bekannteste Gesangsduo aus dem Donauries musiziert mit Stofferl Well und weiht ihn in die Eigenheiten des schwäbischen Dialekts ein.

Christoph Well mit Harfenspieler Panitz Reiner und Gitarrenspieler Panitz Dietmar von den Mehlprieml

Christoph Well mit Harfenspieler Panitz Reiner und Gitarrenspieler Panitz Dietmar von den Mehlprieml

Am 14. August ist Stofferl Well mit Ausschnitten aus dem Film auch Gast in der BR Abendschau.

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Vorerst letzte Veranstaltung in den Kammerspielen

am 11. 07.2012 „Fein sein beinander bleibn“ in den Kammerspielen München.

Vorerst letzte Veranstaltung in den Kammerspielen

Am 11. Juli ist es soweit: Wir spielen zum letzten mal in dieser Spielzeit „Fein sein beinander bleibn“ an den Münchner Kammerspielen. Bis jetzt sind noch keine weiteren Termine geplant.

Glücklich sind wir auch darüber, dass wir an diesem vorerst letzten Termin wieder mit unserer Mutter auf der Bühne stehen dürfen. Nach einer gut verlaufenen Herz-OP ist sie jetzt wieder back on Stage! Eine bessere Kur als die Bühne der Kammerspiele kann man sich für die Mutti auch kaum vorstellen! Wie bei den letzten 48 Veranstaltungen erwarten wir natürlich auch dieses mal wieder Überraschungsgäste. Wer uns dieses mal auf der Bühne unterstützen wird ist natürlich wie immer ein streng gehütetes Geheimnis.

Also: Wer unser Stück noch nicht gesehen hat oder vielleicht auch noch einmal sehen will kann hier Karten für diesen Donnerstag käuflich erwerben.

Gstanzl zur Au in der Hallertau

Die Anfangsgstanzl von unserem Auftritt beim Dellnhauser Volksmusikfest.

Mir sågn grüaß Gott es Leitl alle,

in der herrlich geschmückten Hopfenlandhalle.

Ja sågts, wo samma då heit glandt,

beim Volksmusikfest im Hopfenland.

Wo si ‘s ganze Jåhr nix rüaht,

a jeder Weg nach Hirnkirchen führt,

wo oa Halle nebn da andern steht,

aber a Realschui, des håms net!

 

Vom Burgamoasta Karl Ecker is zum hörn,

der konn oiwei no a Pfarrer wern.

Weil zum heiraten, werd’s langsam z‘ spät,

und in‘ Bundestag wui er jetz doch net.

Da sparsamste is er weit und breit,

baut a Halle her, für 800 Leit,

aber bloß 400 Stühle kaaft er gråd,

drum sitzn 400 von euch auf Leihstühle vom vielgeliebten Nandlstådt.

 

BIERMÖSL BLOSN HABEDIEEHRE!

Michael und Christoph Well über das Ende der Ära Biermösl Blosn

Jetzt ist es schon eine Zeitlang her, dass wir uns als Biermösl Blosn getrennt haben. Es war eine wirklich schöne, aufregende und erfüllte Zeit. Aber das Auseinandergehen ist halt einmal, unter dem Aspekt er Vergänglichkeit aller Dinge betrachtet, ein ganz normaler, wenn auch schmerzhafter Vorgang. Es kommt uns eh wie ein Wunder vor, dass wir es eine so lange Zeit miteinander ausgehalten haben. Bei den Beatles war ja schon nach 10 Jahren Schluss.

Dabei spielten bei uns persönliche und gesundheitliche Gründe eine große Rolle, zudem wurde es mit der Zeit halt immer schwieriger, die unterschiedlichen Auffassungen über Inhalt, Form und Musik unter einen Hut zu bringen. Jeder von uns verändert sich und wird älter. Dabei denkt man sich für die verbleibende Lebenszeit, was will ich noch machen, was steht noch an und wie kann ich das, was ich noch vorhabe, am besten herausfinden und verwirklichen.

Wir zwei haben gleich nach der Trennung angefangen, ein Familientheater mit unseren Wellküren-Schwestern, unserem Bruder Karli und unserer Mutter an den Münchner Kammerspielen zu proben. Als „Wellbrüder aus‘m Biermoos“ spielen wir zusammen mit Karli – und auch des Öfteren mit Gerhard Polt – Veranstaltungen im 35 Jahre lang bewährten Biermösl Blosn Stil. Dazu kann jeder von uns zweien noch einen Menge anderer Sachen machen, die während der Biermösl Blosn Zeit keinen Raum hatten.

Also, frei nach Hermann Hesse geschrieben: „Jedem Neubeginne wohnt ein Zauber inne“, und wir zwei kommen uns manchmal wirklich ganz verzaubert vor.

Wir wollen uns an dieser Stelle noch einmal bei unseren Veranstaltern und vor allem bei unserem Publikum, das uns so lange die Treue gehalten hat, bedanken. Bei jedem, wirklich bei jedem Auftritt als Biermösl Blosn haben wir es unglaublich genossen für sie zu singen, platteln, jodeln und zu musizieren. Ihr Zuhören und Lachen war und ist die größte Auszeichnung, die uns zuteil wurde!

Und wenn Ihr bei einem unserer Konzerte in der neuen Formation „Well Brüder aus’m Biermoos“ vorbeischauen wollt, freuen wir uns wirklich sehr auf ein Wiedersehen!

 

Christoph und Michael Well

Biermösl Blosn

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