AUS’M BIERMOOS

Bissig wie eh und je – Die Well Brüder in Augsburg

Bissig wie eh und je – Die Well Brüder in Augsburg

Die Well Brüder in neuer Formation

Augsburg, 11. April 2014: Altbekannt und doch ganz neu präsentieren sich im Parktheater die „Well-Brüder aus’m Biermoos“, wie sich jetzt, nach der Auflösung der „Biermösl-Blosn“, das Trio Christoph, Michael und Karl aus der gr0ßen Well-Familie nennt.

Frech, urbayerisch und im Zusammenspiel der unterschiedlichsten Instrumente interpretierten die drei das Geschehn in Bayer auf ihre ganz eigene Weise. Ausgangspunkt ist ihr Heimatort Hausen, wo der Kreisverkehr am Ortseingang „so saueng“ ist, dass der Löschzug der Feuerwehr „gradaus drüber bretter“. Und wo zum 125-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr mit Fahnenweihe ein „Mozart-Divertimento Bavarese“ aufgeführt wurde. Entdeckt habe dieses Mozartwerk der Kreisheimatpfleger, der Drexler Toni (den gibt’s wirklich!). Er habe herausgefunden, dass die Postkutsche mit Mozart auf ihrem Weg von Salzburg zum Bäsle nach Augsburg „beim Kreisverkehr in Hausen verreckt ist“. Dem Mozart sei dann nichts anderes übrig geblieben, als beim Wirt dieses Werk zu komponieren. herrlich war, wie die Well-Brüder dieses Stück mit den verschiedensten Mozart-Motiven mit Trompete, Tuba und Akkordeon interpretierten, vom „Prosecco con tutto“ bis hin zu einem Landler für den Tanz der Fahnenjungfrauen.

Bissig und hochaktuell die Gstanzl, in denen die Well-Brüder so manchen aufs Korn nahmen: Uli Hoeneß, der in drei Jahren die schweren Jungs von Landsberg reif für die Champions League trainieren wird; oder Söder, dem vom Luzifer eröffnet wird, dass er nicht in die Höll‘ kommt, „weil wir bei uns a Gaudi ham wolln, da hat ein Franke nichts verlorn.“

Eine richtige Freude war es auch, zu erleben, wie souverän jeder der Brüder mit den verschiedenen Instrumenten agierte, von der Riesentuba über Dudelsack, Drehleier und Alphörner, bis hin zu einer Art Xylofon mit Holzklötzen. Dessen Urform – auch das habe der Drexler Toni herausgefunden – bestand aus den Rippen der heiligen Algunda von Hausen. Weil durch den späteren Reliqienhandel die Röne immer weniger wurden, habe man halt künftig bei diesem Instrument auf nachwachsende Rohstoffe wie Holz gesetzt. Es war schon ein rechter Schmarrn, den die Well-Brüder servierten. Ein Schmarrn aber, der größtes Vergnügen bereitet.

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